Freitag, 17. April 2015

Thai Veggies gegen das Fernweh

Wenn man einmal bedenkt wie raffiniert, gesund und schnell man Thaiküche zubereiten kann, sollte man viel öfter auf die Art zu kochen aus Südostasien zurückgreifen. Hier kommt mein Beitrag dazu: Thai Veggie Wok
 
Rezept Thai Veggie Wok
 
Für 4 Portionen Thai Veggie Wok benötigt man
 
1 Aubergine
150g Champignons
200g Shiitake
500g Spinat
50g Cashew-Nüsse
5cm Ingwer
5cm Galgant
2 Knoblauchzehen
2 Stängel Zitronengras
1 grüne und eine rote Chili
1 Frühlingszwiebel
5 EL dunkle Sojasoße
2 EL süße Sojasoße
1 TL Palmzucker
250 ml Gemüsebrühe
300g Jasminreis
Öl zum anbraten
Salz, Pfeffer
 
Wie meistens putze und schneide ich zunächst das Gemüse. Man sollte darauf verzichten die Pilze in Wasser zu waschen, hier saugen sie sich nur voll und verlieren an Geschmack. Einfach mit einer Gemüse- oder Pilzbürste etwas säubern und in Scheiben schneiden. Die Aubergine wird gewürfelt und der Spinat sehr gründlich gewaschen.
Knoblauch, Ingwer, Galgant, Zitronengras, Frühlingszwiebel und die grüne Chili schneide ich sehr fein und gebe alles in eine Schüssel.
 
 
Dann brate ich zunächst die Pilze sehr heiss in Öl an bis sie Farbe nehmen. Dann schiebe ich sie an den Rand, im Wok sind die Ränder ja nicht so heiss wie die Auflagefläche, und brate dann die Aubergine an. Sobald auch diese Farbe genommen und etwas Struktur verloren hat, gebe ich die Knoblauch-Ingwer-...-Mischung in die Mitte des Woks.

 
Parallel röste ich in einer kleinen Pfanne die Cahews an bis sie zu duften beginnen. Dann gebe ich den Palmzucker in den Wok und lösche kurz darauf mit den Sojasoßen und der Gemüsebrühe ab. Im Wok sollte man darauf achten, dass Flüssigkeiten immer vom Rand aus angegossen werden. 

 
Als letzte Zutat kommt dann noch der Spinat in den Wok. Einfach alles hineingeben, Deckel drauf und 3 Minuten warten. Umrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und fertig.

 
Angerichtet wir mit dem Jasminreis (einfach nach Packungsanweisung gegart) und für den der es mag noch mit der kleingeschnittenen roten Chili als extra Kick oben drauf. 

 
Guten Appetit!

Donnerstag, 9. April 2015

One Pot Wonder aus Spanien

Nach den Osterfeiertagen darf es gerne auch wieder etwas leichteres, schnell zubereitetes und auch fleischloses sein: Gemüse-Paella.
 
Rezept Gemüse-Paella

 
 Für 4 Portionen Gemüse-Paella benötigt man
 
250 g Paella Reis
1 Liter Gemüsebrühe
2 Fenchel
2 Spitzpaprika
2 Zucchini
400 g Stangenbohnen
2 Knoblauchzehen
1 Chili
2 g Safran
Olivenöl
Salz, Pfeffer
 
Zunächst wird das gesamte Gemüse geputzt, Kerngehäuse, Schalen bzw. Stiele entfernt und in gleichmäßige Stücke geschnitten.
 
 
Dann vermische ich alles auf einem tiefen Backblech und würze mit Salz, Pfeffer und Olivenöl. Das Blech kommt bei 180°C für 10 Minuten bei Unter- und Oberhitze in den Backofen.
 
 
In dieser Zeit koche ich die Bohnen in reichlich Salzwasser ab und gebe sie dann zusammen mit dem Reis, der gesamten Brühe und dem Safran zu dem Gemüse auf das Blech und lasse nochmals alles für ca. 20 Minuten im Ofen verschwinden.


Zum Abschluss streue ich dann noch das Fenchelgrün über die Paella und serviere das super unkomplizierte Gericht auf flachen Tellern. 
 

 
Guten Appetit!

Montag, 6. April 2015

Winter, wir sind versöhnt

Um den Winter endgültig zu verabschieden gab es bei uns nochmal ein Gericht mit einem typischen Herbst/Winter Gemüse: Kürbisrisotto mit Seelachs. Winter wir sind versöhnt, Frühling du kannst kommen.
 
Rezept Kürbisrisotto mit Seelachs
 
Für 4 Portionen Kürbisrisotto mit Seelachs benötigt man
 
600 g Seelachs
1 Hokkaido-Kürbis
1 TL getrockneter Koriander
100 g Sellerie
1 Knoblauchzehe
250 g Risottoreis
1 Glas trockener Weißwein
800 ml warme Hühnerbrühe
50 g Parmesan
20 g Butter
1 kg Spinat
gerösteter Sesam
Zitronenschale
Olivenöl
Salz, Pfeffer
 
Ich beginne mit dem Kürbis, halbiere ihn und entferne das Kerngehäuse, schneide ihn in Spalten und würze ihn mit Koriander, Salz, Pfeffer und beträufle ihn mit Olivenöl. So präpariert geht er dann für ca. 20 Minuten bei 180°C Umluft in den Backofen. 
 
 
Dann schneide ich den Sellerie und den Knoblauch sehr fein, brate ihn bei mittlerer Hitze an und füge dann den Reis hinzu. Nach 30 Sekunden lösche ich zunächst mit dem Weißwein ab, lasse diesen komplett verkochen und gieße dann immer wieder von der heißen Brühe an. 
 
 
Den gut gewaschenen Spinat brate ich in etwas Olivenöl an und würze ihn mit Salz, Pfeffer, einer handvoll geröstetem Sesam und etwas abgeriebener Zitronenschale.
 
Nach ca. 15 Minuten Garzeit füge ich dem Risotto den in Stücke geschnittenen, gebackenen Kürbis bei. Das gibt nicht nur einen tollen Geschmack, sondern auch eine grandiose Farbe. Um den Risotto abzuschließen gebe ich noch die Butter und den Parmesan bei und lasse ihn zugedeckt etwa 5 Minuten ruhen.
In dieser Zeit brate ich den Fisch unter hoher Hitze in etwas Olivenöl an und würze ihn ganz schlicht mit Salz und Pfeffer.

 
Serviert  wird auf großen, flachen Tellern mit einem kleinen Schuss Olivenöl als Abschluss.

 
Guten Appetit!
 

 

Sonntag, 22. Februar 2015

Orientalisches Zitronen-Huhn

Die Idee zu diesem Gericht ist von Jamie Oliver, ich habe es lediglich ein wenig nach unserem Geschmack und nach den gerade im Kühlschrank befindlichen Zutaten abgeändert: Orientalisches Zitronen-Huhn.


Für 4 Portionen Orientalisches Zitronen-Huhn benötigt man:

1großes Bio-Huhn
200 g Bulgur
4 Karotten
3 Stangen Staudensellerie
5 Wacholderbeeren
5 schwarze Pfefferkörner
4 Pimentkörner
3 Lorberblätter
1 Petersilienwurzel
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (4 cm)
1 Fenchel
150 g Cranberries
2 Bio Zitronen
2 EL Fenchelsamen
1 EL Koriandersamen
1/4 TL Zimt
1/4 TL getrocknete Chili
1 TL Mehl
Joghurt
Olivenöl
Salz, Pfeffer
 
Als erstes Zerlege ich das Huhn in Keulen, Brüste, Flügel und die Karkasse. Die erstgenannten Stücke werden später im Hauptgericht weiterverarbeitet. Die Karkasse ist aber mindestens genauso wertvoll, sie ist die Basis für eine tolle Hühnerbrühe die noch für weit mehr Gerichte als lediglich für dieses reichen wird.

 
Für die Brühe schneide ich die Karotten, die Petersilienwurzel, 2 Stangen Staudensellerie, eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe in grobe Stücke und gebe alles zusammen mit der Hühnerkarkasse, dem Wacholder, dem Lorbeer und dem Piment mit etwas Olivenöl in einen großen Topf. Hierin brate ich alles bei sehr hoher Hitze scharf an und lösche dann mit kaltem Wasser ab. Zugedeckt köchelt diese Brühe jetzt ca. 30 Minuten vor sich hin und bildet damit die Basis für viele Gerichte.
 
 
Für das Zitronenhuhn schneide ich den Fenchel in grobe, die Reste des Staudenselleries, die Zwiebel und den Knoblauch in feine Stücke. Die übrigen Gewürze werden mit etwas Salz im Mörser fein zerrieben und mit dem Mehr vermischt.
Dann gebe ich den Bulgur zu dem Gemüse, füge etwa 2 TL der Gewürzmischung, die Cranberries und einen guten Schuss Olivenöl dazu und vermische alles gut miteinander. Dann gieße ich so viel von der Hühnerbrühe an, dass alles gerade so bedeckt ist. 
 

 
Bevor die Auflaufform bei 200°C  für ca. 30 Minuten in den Ofen kommt, lege ich die Hühnerteile auf die Gemüse-Bulgur Mischung und reibe sie mit der Gewürzmischung ein. Dann noch ein paar Tropfen Olivenöl darüber träufeln, Zitronenstücke verteilen und ab in den Ofen.
 
 
Angerichtet wird auf großen, flachen Tellern zusammen mit einem Klecks Joghurt. Die gebackenen Zitronenstücke sollte man unbedingt über dem Gericht ausdrücken, sie geben den letzten Kick.

 
Guten Appetit!

 

Montag, 2. Februar 2015

Wurzel Curry mit richtig viel Geschmack

Wenn ich ein indisches Curry kochen bedeutet das meistens, dass sich im gesamten Haus der Duft von verschiedensten Gewürzen verbreitet und die Vorfreude auf ein leckeres Essen wachsen lässt. Genau so war es auch bei der Zubereitung dieser veganen Variante: Wurzel Curry.

Rezept Wurzel Curry
 
Für 4 Portionen Wurzel Curry benötigt man
 
500 g Schwarzwurzeln
4 mittelgroße Süßkartoffeln
2 Petersilienwurzeln
2 Karotten
1 Bund Koriander
1 1/2 Dosen ungesüßte Kokosmilch
100 ml Wasser
2 große rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (8cm)
1 EL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel
2 TL Koriandersamen
1 Nelke
1/4 TL schwarzer Pfeffer
1 Sternanis
5 Kapseln grüner Kardamom
1/2 TL Zimt
1 EL Bockshornklee
2 EL schwarze Senfsaat
1/2 getrocknete rote Chili
Öl
Salz
 
Zum Putzen der Schwarzwurzeln ziehe ich immer Handschuhe an und stelle mir eine Schüssel mit kaltem Wasser bereit. Dann ziehe ich mit einem Sparschäler die oberste Schicht ab und entferne mit einem Messer die unschönen Stellen. Die geputzten Wurzeln gebe ich sofort in die Schüssel mit Wasser da sie sonst braun werden.

 
Das restliche Gemüse bereite ich auch direkt am Anfang vor. Nachdem alles geschält und in grobe Stücke geschnitten ist, ist die Hauptarbeit auch schon erledigt.

 
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schneide ich in feine Stücke und stelle alles beiseite.

 
Dann geht es mit dem kochen los. In einem tiefen Topf erhitze ich das Öl auf mittlerer Temperatur und gebe zunächst die Senfsamen hinein (am besten einen Deckel auf den Topf setzen, der Senf ich springfreudig). Dann mörsere ich die restlichen Gewürze zusammen mit einer Prise Salz und gebe diese ebenfalls in das heiße Öl.
Sobald alles gut riecht gebe ich die Zwiebelmischung dazu und brate sie noch kurz mit an. Dann lösche ich mit der Kokosmilch und dem Wasser ab, gebe alle Wurzeln bis auf die Süßkartoffel dazu und setze den Deckel wieder auf.
Nach 5 Minuten füge ich noch die Süßkartoffeln hinzu und schmecke nach weiteren 10 Minuten mit Salz ab.

 
Zum Anrichten gebe ich einen Klecks Joghurt auf das Curry (Veganer verzichten darauf einfach) und bestreue es mit frischem Koriander.
 
 
Guten Appetit!

 


Samstag, 3. Januar 2015

Kochen für den WWF - Asia-Garnelen mit Zuckerschoten-Salat


Für dieses Rezept habe ich mich von der Lecker/Costa Aktion inspirieren lassen, die damit das WWF-Projekt zum Erhalt der Doggerbank in der Nordsee fördern. Bedingung war die Verwendung von Garnelen und dazu ist mir dann das hier eingefallen: Asia-Garnelen mit Zuckerschoten-Salat.  

Rezept Asia Garnelen mit Zuckerschoten-Salat
 
Für 4 Portionen Asia-Garnelen mit Zuckerschoten-Salat benötigt man
 
400 g Garnelen, roh und entdarmt
1 Bund Koriander
5 Blätter Minze
1 Ei
2 EL Mehl
4 EL Semmelbrösel
300 g Basmatireis
2 Kaffirlimetten-Blätter
300 g Zuckerschoten
1/2 rote Chili
1 Limette
1 Knoblauchzehe
5 cm Ingwer
2 Maracujas
Reisessig
Sesamöl
Rapsöl
Sojasoße
Hoisinsoße
Sambal Oelek
Honig
Salz, Pfeffer
 
Ich beginne damit die Zuckerschoten für 2 Minuten in Salzwasser zu blanchieren und dann in eiskaltem Wasser abzuschrecken. Dann schneide ich sie in gleichmäßige Rauten.
 
 
Für das Dressing kratze ich das Fruchtfleisch aus dem Maracujas und mische es mit 1/2 TL Sesamöl, 2 EL Reisessig, 1 TL Sojasoße und 3 EL Rapsöl. Die Chili schneide ich in sehr feine Ringe, die Blätter des Korianders in grobe Stücke.


Als Dip zu den Garnelen gibt es eine Mischung aus in Rapsöl angebratenem Knoblauch und Ingwer der mit 1 EL Reisessig abgelöscht wird. Dann füge ich noch 1/2 TL Honig, 1 EL Hoisinsoße, 1 TL Sambal Oelek und 1/2 TL Sesamöl hinzu, lasse alles nochmals aufkochen und stelle den Dip dann beiseite.
 
Den Reis lasse ich mit der doppelten Menge Wasser, etwas Salz und den Kaffirlimettenblättern 2 Minuten aufkochen und lasse ihn dann bei geschlossenem Deckel einfach ohne weitere Hitze ziehen, so wird er schön locker.
 
 
Für die Garnelen-Panade scheide ich die Stängel des Korianders und die Minze sehr fein und mische sie mit den Semmelbröseln.

 
Dann richte ich die Panierstraße bestehend aus Mehl, Ei mit einer Prise Salz und Pfeffer vermischt und der Koriander-Minz-Semmelbröselmischung.
 
Die Garnelen werden zunächst im Mehl gewälzt, dann etwas abgeklopft in das Ei gegeben und zum Schluss mit der Mischung ummantelt. Dann kommen sie zum ausbacken für 3 Minuten in das zuvor bereits erhitzte Öl (Herd-Stufe 5 von 10 reicht aus).

 
 Ganz zum Schluss mische ich die Zuckerschoten, den Chili und die Korianderblätter mit dem Maracuja-Dressing und richte dann alles zusammen auf einem flachen Teller an.

 
Guten Appetit!
 

Donnerstag, 1. Januar 2015

Hühnerfrikassee als Katerfrühstück

Alle Jahre wieder ist am 1. Januar ein Kateressen angesagt. Da kann sich glücklich schätzen wer vorgesorgt hat und ein Huhn und reichlich Wurzelgemüse im Kühlschrank hat. Heute gibt es Hühnerfrikassee.
 
 
Für 4 Portionen Hühnerfrikassee benötigt man:
 
1 Bio-Huhn
2 große Zwiebeln
3 Karotten
1/2 Knollensellerie
6 Pimentkörner
1 Lorbeerblatt
300 g Champignons
200 g grüne Bohnen
1/2 Bund Kerbel
2 Eier
1/4 l Milch
Öl
Salz, Pfeffer
 
Zunächst zerlege ich das Huhn indem ich die Keulen, die Flügel und das Brustfleisch tranchiere. Keulen und Flügel löse ich noch vom Knochen und lege das Fleisch beiseite.
 
 
Die Karkasse, Knochen von Keule und Flügel sowie 2 Karotten, Sellerie und die Zwiebeln, alles grob geschnitten, gebe ich dann mit etwas Öl in einen großen Topf und brate alles scharf an. Dann fülle ich mit kaltem Wasser auf, gebe Piment und Lorbeer dazu und lasse die Brühe für ca. eine Stunde leicht köcheln.

 
In der Zwischenzeit putze und würfle ich das restliche Gemüse. Die Bohnen blanchiere ich in Salzwasser für 5 Minuten da ich das Kochwasser mit den weniger guten Bestandteilen (Phasin) der Bohnen niemals weiter verwende.
 

 
Die Gemüse werden leicht angebraten und dann mit der selbst gekochten Brühe bedeckt ca. 10 Minuten köcheln gelassen (die Bohnen erst nach 8 Minuten hinzufügen, sie sind ja bereits blanchiert). Dann gebe ich das gewürfelte Fleisch von Keulen, Flügeln und Brüsten dazu, es braucht 3-5 Minuten bis es gar ist.

 
Zum Schluss verquirle ich die Eier mit der Milch. Dann reduziere die Hitze des Herdes und gebe die Milch-Ei Mischung unter ständigem Rühren dazu. Evtl. Hitze nochmals erhöhen bis das Ei anfängt zu binden. 
Dann wird noch mit Salz, Pfeffer und gehacktem Kerbel abgeschmeckt. Dazu passt Reis oder Pasta.

 
Guten Appetit!